„Ich will mich nicht zu sehr loben“


Unter dem Motto „Ich will mich nicht zu sehr loben“ fand am Sonntagabend bei tropischen Temperaturen ein gemeinsamer Gottesdienst des Seelsorgebereichs Frankenwald statt.
Gemeinsam mit Pfarrer Cyriac Chittukalam zelebrierte Dekan Detlef Pötzl einen feierlichen Gottesdienst, welcher von zahlreichen Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, sowie der Band von Florian Jungkunz umrahmt wurde. Trotz der hohen Temperaturen freuten sie sich, dass etwa 100 Gläubige den Weg in die Kirche gefunden hatten.
Die beiden Vorsitzenden des Seelsorgebereiches, Anne Neubauer und Claudia Käferlein-Scherbel erläuterten in ihrem Impuls, was es mit dem gewählten Motto auf sich habe. Da bei den bisherigen Sonntagabend Gottesdiensten gewöhnlich der Bezug zu einem Märchen oder einer Fabel hergestellt worden sei, habe man sich heute für ein Zitat aus der Fabel „Der Hirsch, der sich am Wasser spiegelt“ entschieden, was sich aufgrund der gastgebenden Ortschaft quasi angeboten hätte. Diese Fabel handelt von einem Hirsch, welcher von der Schönheit seines Geweihs derartig angetan war, dass ihm seine dünnen Beine missfielen. Als ihm das Geweih auf der Flucht vor den Jagdhunden jedoch zum Verhängnis wurde, weil er sich in einem Gebüsch verhedderte, musste er sich aber eingestehen, dass Schönheit zwar gut, aber nicht immer nützlich ist.
Als Fazit aus dieser Fabel gab Dekan Pötzl den Gläubigen deshalb mit auf den Weg, dass wahre Schönheit nicht darin besteht, bewundert zu werden, sondern vielmehr darin, von Gott geliebt zu werden und diese Liebe weiterzugeben. Denn am schönsten werde ein Mensch dort, wo sein Leben für andere Frucht trage.
Im Anschluss an den Gottesdienst hatte der Pfarrgemeinderat zu einem gemütlichen Beisammensein im Vorgarten der Kirche eingeladen, welches viele Gläubige nutzten um sich nochmals über die Botschaft der erwähnten Fabel auszutauschen.